|
Walter
Weber Mayr hat das Natural Horsemanship bei Jean-Claude Dysli in Spanien
und in Amerika bei Tom und Bill Dorrance sowie Ray Hunt gelernt. Dort
hatte er auch seinen ersten Kontakt zu einem Maultier. Seine Techniken
unterscheiden sich kaum von dem, was wir durch Parelli erfahren haben. Sie
leiten sich ab von der spanischen Gebrauchsreitweise, dem Vaquero-Reiten.
Nach seiner Rückkehr nach Europa hat er weiter Erfahrungen mit Maultieren
sammeln können und gute Kenntnisse in deren besonderem Verhalten und dem
der Esel erworben. Sein Wissen war für Rafaela und mich sehr wertvoll,
musste ich doch lernen, dass sie bei allem Leistungsvermögen als Tragtier
doch geringere Tragleistungen bei einem Reiter bringt. Walter vermutet,
dass Rafaela vor mir noch nie geritten wurde. Aufgrund ihrer Hüftanatomie
brauche ich mir aber um meine Reiterei keine Sorgen machen, muss sie aber
langsam und stetig an mein Gewicht heranführen. Von unserem Zusammenspiel
und Kommunikation war er sehr angetan.
Neben Rafaela war noch ein zweites Maultier, Maurus, im Kurs dabei. Das
andere waren zwei Haflinger, ein Araber und ein Vollblut. Alle kamen mit
ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Erfahrungen.
Walter kümmert sich individuell um jeden Einzelnen und baut auf dessen
Fähigkeiten auf. Deshalb spricht er auch nicht von einem Kurs, sondern
von einem Visit.
Leider musste der Kurs, der ursprünglich auf fünf Tage angelegt war, um
zwei Tage gekürzt werden, aber Walter verstand es, jeden zu einem Erfolg
zu führen, auf den man aufbauen konnte.
|